Vagner Pool

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen rund um den Pool zusammengestellt – von der richtigen Dosierung der Wasserpflege bis zur Wahl des optimalen Filtersystems und der effizienten Poolreinigung.

Brauche ich wirklich ein Filtersystem für meinen Pool?

Ein leistungsstarkes Filtersystem ist das Herzstück eines jeden Pools. In privaten Becken sollte das komplette Wasservolumen mindestens zweimal am Tag durch den Filter laufen, wobei ein Zyklus etwa 2 bis 4 Stunden dauert. Bei öffentlichen Anlagen empfiehlt sich eine durchgehende Filtration, um konstant höchste Wasserqualität zu gewährleisten.

Wichtig bei der Auswahl: das Gesamtvolumen im Umlaufkreislauf, die Filterkapazität und die tatsächliche Filtrationsgeschwindigkeit. Ist die mechanische Wasseraufbereitung gut – gern auch etwas großzügiger – dimensioniert, lässt sich der Pool mit nur minimalem Einsatz von Chemie sauber und hygienisch halten

Was ist besser – ein Sandfilter oder ein Kartuschenfilter?

Kartuschenfilter sind nur für kleinere, oberirdische Pools geeignet und decken in der Regel Becken bis ca. 5 m³ ab.

Sobald das Poolvolumen größer wird, braucht es eine leistungsstarke Filteranlage, die für eine optimale Zirkulation sorgt und Schmutz zuverlässig entfernt.
Die beste Wahl in diesem Fall: hochwertige Sandfilteranlagen.

Welche Filtergröße benötige ich für meinen Pool?

Damit Ihr Pool sauber und hygienisch bleibt, sollte das komplette Wasservolumen mindestens zweimal täglich gefiltert werden. Ein Durchlauf dauert meist 2 bis 4 Stunden.
Deshalb spielt bei der Auswahl der Filteranlage sowohl das Beckenvolumen als auch die tatsächliche Förderleistung der Pumpe eine entscheidende Rolle. Eine leicht überdimensionierte Anlage sorgt für stabilere Werte und bessere Wasserqualität.

Empfohlene Berechnung:
Pumpenleistung (m³/h) = Poolvolumen (m³) ÷ vorgesehene Umwälzzeit (h)
Beispiel: 40 m³ ÷ 4 h = 10 m³/

Warum kann Edelstahl in Salzwasserpools korrodieren?

n Salzwasserpools mit Elektrolyse ist Edelstahl nicht empfehlenswert, da der Prozess sehr aggressiv wirkt. Er kann Edelstahlbauteile, Poolzubehör und sogar metallische Komponenten in der näheren Umgebung – insbesondere in Innenräumen – beschädigen.

Wenn Edelstahl dennoch verwendet werden muss, zum Beispiel für eine Leiter, sollte die Qualität AISI 316 gewählt werden. Allerdings kann selbst dieses Material unter bestimmten Bedingungen zu korrodieren beginnen. Die Korrosion zeigt sich häufig zunächst als kleine Punkte, die sich später über die Oberfläche ausbreiten.

Zu den Hauptursachen gehören Streuströme, mangelhafte Erdung, Salzablagerungen, ein zu hoher Chlorgehalt, ein niedriger pH-Wert sowie hohe Luftfeuchtigkeit in Kombination mit Chlor­dämpfen.

Um Korrosion zu vermeiden, sollten alle Komponenten korrekt geerdet werden und Edelstahlteile regelmäßig mit einem geeigneten Pflegeprodukt gereinigt werden.

Muss ich Poolchemie verwenden, wenn ich ein Filtersystem habe?

Um das Poolwasser sauber, klar und hygienisch zu halten, ist neben der mechanischen Filtration auch eine chemische Wasserbehandlung notwendig.
Zu den wichtigsten Parametern, die regelmäßig überwacht werden müssen, gehören der pH-Wert, der Desinfektionswert (Chlor oder chlorfrei), die Alkalinität, die Wasserhärte sowie – nicht zuletzt – die Wassertrübung (Klarheit).

Welche Poolchemikalien funktionieren am besten?

Die Wirksamkeit von Poolchemikalien hängt in erster Linie von der Konzentration und der Qualität der Wirkstoffe ab. Je höher die Konzentration, desto besser die Wirkung – und desto geringer der Gesamtverbrauch. Alle CHEMOFORM-Produkte sind hochkonzentriert und daher besonders effektiv.

Poolchemikalien bestehen niemals aus reinen Wirkstoffen – zusätzliche Bestandteile sind notwendig, um eine sichere Anwendung, die richtige Dosierung und die Stabilität des Produkts (z. B. in Tabletten- oder Granulatform) zu gewährleisten. Auch die Qualität dieser Zusatzstoffe beeinflusst das Endprodukt.

CHEMOFORM AG produziert seine flüssigen Produkte mittels eines vollautomatischen, luftfreien Verfahrens, um höchste Reinheit zu gewährleisten und Verunreinigungen zu vermeiden. Tabletten werden mit einem reduzierten Bindemittelanteil hergestellt, was unerwünschte Rückstände im Wasser minimiert.

Bei der Wahl zwischen chlorhaltigen und chlorfreien (auf Sauerstoff basierenden) Desinfektionsmitteln haben beide Varianten Vor- und Nachteile.

  • Chlorprodukte sind meist am effektivsten und lassen sich besonders einfach messen und dosieren.
  • Sauerstoffbasierte Produkte sind milder, auch für Kleinkinder geeignet, erfordern jedoch mehr Aufmerksamkeit und sind etwas kostenintensiver.

Für optimale Ergebnisse sollten Sie sich bei der Auswahl und Dosierung der Chemikalien immer an einen Poolfachmann wenden. Eine korrekte Anwendung sorgt für sauberes, sicheres Wasser und reduziert den gesamten Chemikalieneinsatz.

Welche Größe sollte Wärmetauscher / Elektroheizer / Wärmepumpe für meinen Pool haben?

Die erforderliche Heizleistung hängt von den Wärmeverlusten (Isolierung, Abdeckung), der Primärtemperatur (bei Wärmetauschern), der Rohrlänge, dem Beckenvolumen, der Nutzung sowie der gewünschten Aufheizgeschwindigkeit ab.

Die empfohlene Leistung sollte daher immer vom zuständigen Poolfachbetrieb überprüft werden – unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten und der konkreten Installationssituation.

Wie kann ich meinen Pool reinigen, wenn das Wasser trüb wird oder sich durch Algen grün verfärbt?

Die Vorgehensweise zur Reinigung des Poolwassers ist immer gleich.
Stellen Sie die Pumpe auf manuellen Betrieb um oder verlängern Sie die Laufzeit (IR – siehe Punkt 3).
Messen und korrigieren Sie anschließend die wichtigsten Wasserparameter – Alkalinität (80–120 mg/l) und pH-Wert (6,8–7,2).
Führen Sie danach eine Schockchlorung mit Chlorgranulat durch und geben Sie ein Flockungsmittel hinzu, um feinste Partikel zu entfernen.

Bei der Verwendung eines Flockungsmittels setzt sich der Filter schneller zu, daher ist es notwendig, den Filter mehrfach rückzuspülen.
Diesen Vorgang wiederholen Sie so lange, bis das Wasser vollständig klar ist, die Trübung verschwunden ist und alle Werte der geforderten Wasserqualität entsprechen.

Wie bereitet man den Pool auf den Winter vor?

Um Ihren Pool richtig winterfest zu machen, sollten Sie folgende Schritte beachten:

  1. Wasserspiegel absenken – etwa 25 cm unter die Gegenstromanlage; falls keine vorhanden ist, unter die Einlaufdüsen.
  2. Wasser aus der Verrohrung entfernen oder ausblasen (dies wird in der Regel vom Pooltechniker durchgeführt).
  3. Das gesamte Wasser aus der Filteranlage und allen Pumpen ablassen.
  4. Bei Salzwasserpools alle Komponenten – z. B. Pumpen, Wärmetauscher, Elektrolysezellen und Sensoren – mit Frischwasser spülen, trocknen lassen und anschließend einlagern.
  5. Messsonden in geeigneten Aufbewahrungslösungen lagern (niemals in destilliertem Wasser), um ein Austrocknen und Beschädigungen zu verhindern.
  6. Alle leicht demontierbaren Geräte trocken und warm lagern.
  7. Den Pool mit einer Winterabdeckung schützen und diese sorgfältig sichern.
  8. Im Winter ist es ratsam, Pumpen- oder Gebläseimpeller gelegentlich zu drehen, um ein Festsetzen der Dichtungen zu verhindern und Beschädigungen vor dem Frühjahrsstart zu vermeiden.

Nichtrostende Stähle sind Eisen-Kohlenstoff-Legierungen, die mindestens 10,5 % Chrom enthalten.
Das American Iron and Steel Institute (AISI) erkennt etwa 60 Edelstahltypen als etablierte Legierungen an.

Chrom ist das Legierungselement, das dem Edelstahl seine Korrosionsbeständigkeit verleiht:
Es reagiert mit Sauerstoff und bildet eine schützende Passivschicht auf der Oberfläche.

Arten von nichtrostenden Stählen

Es gibt vier Hauptgruppen nichtrostender Stähle, klassifiziert nach ihrer metallurgischen Struktur: austenitisch, ferritisch, martensitisch und duplex.

In der Poolbranche werden überwiegend austenitische Edelstähle verwendet. Sie enthalten etwa 17–25 % Chrom und 8–10 % Nickel.
Zusätzliche Legierungselemente können beigemischt werden, um bestimmte Festigkeitseigenschaften zu erzielen.
Austenitische Stähle sind im Allgemeinen nicht magnetisch und werden von Magneten nicht angezogen.

Die wichtigsten austenitischen Edelstähle im Poolbereich sind:

1.4301 / AISI 304 / V2A – Cr: 18–20 %, Ni: 8–12 %
Sehr gute Korrosionsbeständigkeit in sauberem, wenig belastetem Wasser, jedoch nicht für Salzwasser geeignet.

1.4401 / AISI 316 / V4A – Cr: 16–18 %, Ni: 10–14 %, Mo: 2–3 %
Der höhere Nickelgehalt und der Zusatz von Molybdän erhöhen die Widerstandsfähigkeit gegenüber Chloriden.

1.4404 / AISI 316L – kohlenstoffarmer Edelstahl: C-Gehalt 0,01–0,035 %
Durch den geringeren Kohlenstoffanteil wird die Bildung von Chromkarbiden verhindert.
Dadurch wird eine lokale Verarmung an Chrom vermieden und das Risiko von Lochkorrosion reduziert.
Eine ähnliche Schutzwirkung kann durch Titan- oder Niob-Zusätze erreicht werden (stabilisierte Sorten), z. B. AISI 316Ti.
Der niedrige Kohlenstoffgehalt verbessert auch die Schweißbarkeit, erhöht jedoch nicht die Festigkeit.

Austenitische Edelstähle bieten eine hervorragende Kombination aus Korrosionsbeständigkeit und guter Verarbeitbarkeit – und sind damit ideal für den Einsatz in der Schwimmbadtechnik.

Häufige Korrosionsarten in der Schwimmbadumgebung

Die Korrosionsbeständigkeit von Edelstahl beruht auf einer Chromoxidschicht, die sich auf der Oberfläche bildet, sobald der Stahl mit Sauerstoff in Kontakt kommt.
Sobald diese Schicht entsteht, befindet sich der Edelstahl im passiven bzw. passivierten Zustand.

Es gibt jedoch mehrere Faktoren, die den erfolgreichen Einsatz von Edelstählen einschränken können.
Selbst bei der Wahl der richtigen Edelstahlsorte hängt das Korrosionsverhalten stark von verschiedenen Bedingungen ab – wie Standort, Betriebsumgebung, Konzentrationen und Temperatur.

Viele korrosionsbedingte Probleme lassen sich vermeiden, wenn potenzielle Risiken vorab identifiziert und geeignete Maßnahmen zu deren Beseitigung getroffen werden.

Externe Korrosion

Galvanische bzw. Kontaktkorrosion:
Diese Korrosionsart tritt auf, wenn zwei elektrisch leitfähige metallische Komponenten in Anwesenheit eines Elektrolyten (z. B. einer sauren Lösung oder sogar atmosphärischer Feuchtigkeit) miteinander in Kontakt kommen.
Es entsteht eine galvanische Zelle, und von beiden Metallen korrodiert dasjenige schneller, das anodischer ist.

Nichtrostende Stähle befinden sich im passiven Zustand auf der kathodischen (edlen) Seite, wie in der folgenden Liste dargestellt.

Von anodischen zu kathodischen Materialien:
Magnesium
Zink
Aluminium
Kohlenstoffstahl
Legierter Stahl
Gussstahl
Martensitische Edelstähle (aktiv)
Ferritische Edelstähle (aktiv)
Austenitische Edelstähle (aktiv)
Messing
Bronze
Kupfer
Kupfer-Nickel
Nickel
Inconel
Martensitische Edelstähle (passiv)
Ferritische Edelstähle (passiv)
Austenitische Edelstähle (passiv)
Titan
Silber
Gold
Platin

Bei der Verbindung von Edelstahl mit anderen metallischen Werkstoffen muss dieses galvanische Verhältnis unbedingt berücksichtigt werden, um Schäden an dem anodischeren (weniger edlen) Material zu vermeiden.

Interne Korrosion

Konzentration und Temperatur:
Aggressive Stoffe (z. B. bestimmte Chlorierungschemikalien) können in unterschiedlichen Konzentrationen auftreten – sowohl in der Umgebung als auch im Betriebsmedium.
Säuren werden besonders aggressiv, wenn sie auf Konzentrationen zwischen 40 % und 80 % verdünnt werden.

Auch die Temperatur beeinflusst die Korrosion.
Bei höheren Temperaturen laufen chemische und elektrochemische Reaktionen schneller ab – alle korrosionsrelevanten Prozesse werden dadurch verstärkt.


Chloridkorrosion:

Lochkorrosion (Pitting) kann auf der Oberfläche von Edelstahl auftreten, wenn die schützende Passivschicht lokal beschädigt wird.
AISI 316L bietet eine gute Beständigkeit gegenüber Chloridkonzentrationen sowie gegenüber den chemischen Werten, die üblicherweise für Schwimmbadwasser empfohlen werden.
Dieser Stahl ist deutlich widerstandsfähiger gegen Korrosion als AISI 304, insbesondere gegen Lochfraßkorrosion.

Das Element, das für diese Korrosionsform am häufigsten verantwortlich ist, ist Chlor.
Zu hohe Chloridwerte – sogenannte Hyperchlorierung – können eine chemische Reaktion (Natriumhypochlorit, NaClO) auslösen, die zu einer sehr aggressiven Korrosion führt.

Um die Beständigkeit gegenüber Chloriden zu erhöhen, wird Edelstahllegierungen Molybdän (Mo) in Anteilen von 2–3 % zugesetzt.
Molybdän bildet im Edelstahl chemische Verbindungen, die das Material wirksam vor Lochkorrosion schützen.

Chrom-Nickel-Molybdän-Stähle – üblicherweise als nichtrostende Stähle bezeichnet – sind entsprechend ihrer chemischen Zusammensetzung und ihrer mechanischen Eigenschaften gegen bestimmte Korrosionsformen beständig.

Empfohlene Wasserwerte für Schwimmbäder

Parameter Recommended Range
pH-Wert 7.2 – 7.8 ppm
Freies Chlor 1 – 3 ppm
Kalziumhärte 200 – 400 ppm
Alkalinität 100 – 150 ppm
Gelöste Gesamtsalze (TDS) < 1000 ppm
Brom 2.0 – 4.0 ppm
Kupfer 0 ppm
Chloride < 140 ppm
Langelier-Index -0.3 – +0.3 ppm

Wie pflegt man Edelstahloberflächen richtig?

Empfehlungen für Pflege und Wartung von Edelstahl

• Befolgen Sie die dem jeweiligen Zubehör beiliegenden Schritte und Wartungsanweisungen.

Alle Edelstahlkomponenten MÜSSEN ordnungsgemäß geerdet sein.

• Vermeiden Sie das Dosieren von Chemikalien oder den Einsatz aggressiver Produkte in unmittelbarer Nähe von Edelstahlbauteilen, um Korrosion oder Spritzflecken zu verhindern. Dies betrifft sowohl Wasserpflegemittel als auch Reinigungs- bzw. Desinfektionsmittel im Poolbereich.
Kommt es dennoch zu Kontakt, sollten die betroffenen Stellen sofort mit sauberem Wasser abgespült und getrocknet werden.

• Verhindern Sie die Ansammlung von Staub, Salzen, Betonresten oder Schmutz und vermeiden Sie den Kontakt mit anderen Metallen (insbesondere Eisen), da diese Faktoren Korrosion fördern.

• Baumaterialien und Baustoffchemikalien sind für Edelstahl ungeeignet. Installieren Sie Edelstahlzubehör möglichst nicht während Bau- oder Reinigungsphasen. Idealerweise erfolgt die Installation erst nach Abschluss und Reinigung des gesamten Bereichs.
Falls eine frühzeitige Installation unvermeidbar ist, müssen alle Edelstahlteile nach Abschluss der Bauarbeiten gründlich gespült und getrocknet werden.

• Edelstahlprodukte sollten sauber, trocken und getrennt von anderen Metallen gelagert werden – immer gut verpackt und fern von Chemikalien, die ein korrosives Umfeld schaffen könnten.

• Behandeln Sie Edelstahlzubehör bei der Installation vorsichtig. Vermeiden Sie Stöße oder Kratzer, da diese die passive Schutzschicht beschädigen und Lochkorrosion verursachen können.

• Nach der Installation dürfen Edelstahlbauteile (insbesondere Leitern) ausschließlich bestimmungsgemäß genutzt werden – niemals als Ablage oder Plattform zum Dosieren von Poolchemikalien.
Chemikalien sollten, wenn möglich, immer abseits von Edelstahlkomponenten ins Wasser gegeben werden.


Reinigungsmittel, die NICHT für Edelstahl geeignet sind:

• Reinigungsmittel mit Chloriden, insbesondere Produkte auf Basis von Salzsäure.
• Chlorbleichmittel dürfen nicht auf Edelstahl verwendet werden. Bei versehentlichem Kontakt sofort gründlich mit sauberem Wasser abspülen.
• Silberputzmittel sind ebenfalls ungeeignet.

Um Kontamination durch Eisenpartikel zu vermeiden, achten Sie darauf, dass Reinigungsutensilien nicht zuvor für Kohlenstoff- oder Baustahl verwendet wurden.
Es wird empfohlen, separate Reinigungswerkzeuge ausschließlich für Edelstahl zu verwenden.

Pflege und Wartung von Edelstahl

Reinigung und Pflege

Obwohl nichtrostende Stähle generell korrosionsbeständig sind und keine zusätzliche Oberflächenbehandlung benötigen, sind regelmäßige Reinigung und Pflege unerlässlich, um Edelstahloberflächen dauerhaft in gutem Zustand zu halten.
Eine sachgemäße Pflege bewahrt sowohl das optische Erscheinungsbild als auch die Korrosionsbeständigkeit.

Ziel dieser Empfehlungen ist es, Montagefirmen und Poolbesitzern dabei zu helfen, wirksame Reinigungsverfahren durchzuführen, um die Vorteile der Korrosionsbeständigkeit von Edelstahl voll auszuschöpfen.

Regelmäßiges Reinigen entfernt Ablagerungen wie Kalk, Chloride und andere schädliche Stoffe, die sich an der Oberfläche festsetzen und Lochkorrosion (Pitting) verursachen können.


Reinigungshäufigkeit

Die Häufigkeit der Reinigung hängt sowohl von den Umgebungs- und Witterungsbedingungen als auch von der verwendeten Edelstahlsorte ab:

Umgebung +6 Monate 3–6 Monate 1–3 Monate
Ländlich AISI 304 (1.4301)
Städtisch AISI 316 (1.4401) AISI 304 (1.4301)
Industriell AISI 316 (1.4401) AISI 304 (1.4301)
Meeresnähe AISI 316 (1.4401) AISI 304 (1.4301)

Empfohlene Reinigungsmethode

• Reinigungsmittel oder Pasten auf Basis von Phosphorsäure oder Salpetersäure verwenden.
• Grundsätzlich Nylonbürsten einsetzen – keine Stahlbürsten.
• Nach der Reinigung gründlich mit sauberem Wasser abspülen.

Dies stellt sicher, dass das Produkt in einwandfreiem Zustand bleibt und seine Korrosionsbeständigkeit langfristig bewahrt.


Zusätzliche Empfehlungen

• Hochwertige Edelstähle wie AISI 304 (1.4301) sind für viele Arten von Poolwasser geeignet, sofern die chemischen Parameter – insbesondere der Gehalt an gebundenem Chlor (Chloraminen) – innerhalb der empfohlenen Grenzwerte bleiben.

• In Innenpools ist die Umgebung typischerweise aggressiver, da hier höhere Konzentrationen korrosiver Dämpfe auftreten. Daher ist häufigere Reinigung besonders wichtig.

• In besonders aggressiven Bereichen – z. B. Küstenregionen, Industriezonen oder Salzwasserpools – empfiehlt sich die Verwendung von AISI 316 (1.4401).
Die höhere Korrosionsbeständigkeit ergibt sich aus dem höheren Nickelanteil und dem Zusatz von Molybdän (Mo)

Edelstahl in Salzwasserpools mit Elektrolyse

Wir empfehlen den Einsatz von Edelstahl in Pools mit Salzwasserelektrolyse nicht.
Etwaige Korrosionsschäden können nicht als Garantiefall anerkannt werden.

Die Salzkonzentration in Pools mit Salzelektrolyse liegt üblicherweise zwischen 3,5 g/l und 5 g/l
(zum Vergleich: Abwasser enthält etwa 50 g/l Salz).
Diese Salzmenge verursacht im Normalfall keine Schäden an Edelstahl, wobei der Einsatz von Edelstahlkomponenten der Güte AISI 316 empfohlen wird.

Was Edelstahl jedoch tatsächlich schädigt, sind hohe Salzkonzentrationen, selbst über kurze Zeiträume.
Beim Erstbefüllen oder Inbetriebnehmen einer Salzelektrolyse wird häufig eine große Menge Salz auf einmal in das Wasser gegeben.
Befinden sich Edelstahlbauteile in der Nähe des Dosierbereichs, können sie diesen stark erhöhten Salzkonzentrationen ausgesetzt sein.
Die Oberfläche beginnt dann zu degradieren – zunächst durch Flecken und Verfärbungen, die sich anschließend entlang der Schweißnähte und später über das gesamte Bauteil ausbreiten.

Die beste Vorgehensweise bei Erstbefüllung und Salzdosierung ist daher, alle Edelstahlzubehörteile aus dem Pool zu entfernen und erst wieder einzubauen, wenn der Salzgehalt den normalen Betriebswert erreicht hat.

Zudem muss bei allen Edelstahlkomponenten eine ordnungsgemäße Erdung und Potenzialausgleich sichergestellt sein.

Users of heat pumps often complain about low performance or visible smoke coming from the unit during colder periods.
In most cases, this is not a malfunction, but a normal characteristic that can be easily explained by basic physics.

Warum heizt meine Wärmepumpe nicht richtig oder verliert an Leistung?

Wenn die Temperaturdifferenz zwischen Poolwasser und Umgebungsluft größer wird, steigen auch die Wärmeverluste über die Wasseroberfläche.
Selbst ein abgedeckter Pool verliert viel Wärme, wenn die Wasseroberfläche nicht vollständig isoliert ist – das Wasser erwärmt nämlich den Luftraum unter der Abdeckung.
Das führt automatisch zu einem höheren Leistungsbedarf der Wärmepumpe.

Die Effizienz einer Wärmepumpe sinkt außerdem, wenn die Außentemperatur abnimmt.

Beispiel:
Wärmepumpe Rapid Inverter (565RIC040)

  • Bei 26 °C Lufttemperatur und 80 % Luftfeuchtigkeit liefert das Gerät eine Heizleistung von 15 kW mit einem COP bis zu 16.
  • Bei +5 °C sinkt die Heizleistung auf etwa 7 kW, der maximale COP liegt bei rund 6.
  • Bei –5 °C beträgt die Heizleistung nur noch ca. 5,5 kW, der maximale COP liegt etwas über 4.

Die Wärmepumpe heizt also weiterhin, kann aber bei niedrigen Außentemperaturen die Wärmeverluste des Pools nicht vollständig ausgleichen.
Das bedeutet, dass in der Nacht die Wassertemperatur um mehr als 2 °C fallen kann.
In der Praxis erwärmt die Wärmepumpe das Poolwasser am Tag um etwa 2 °C, doch diese Wärme geht nachts wieder verloren.

Für den Nutzer entsteht dadurch leicht der Eindruck, dass die Wärmepumpe nicht richtig heizt oder Leistung verliert, obwohl sie unter den gegebenen Bedingungen völlig ordnungsgemäß arbeitet.

Warum „raucht“, dampft oder vereist meine Wärmepumpe?

Wenn die Umgebungstemperatur unter 12 °C fällt und gleichzeitig eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, beginnt die Feuchtigkeit auf dem Verdampfer der Wärmepumpe zu gefrieren.

Aus diesem Grund sind Wärmepumpen mit einem automatischen Abtau-Modus ausgestattet.
Während dieses Zyklus wird das heiße Kältemittel über ein 4-Wege-Ventil direkt in den Verdampfer geleitet, wodurch der Frost sofort abschmilzt.

Dabei steigt Dampf aus der Wärmepumpe auf – kein Rauch.

Die automatische Abtaufunktion gehört zur Ausstattung von Mittel- und Premium-Wärmepumpen und ermöglicht einen zuverlässigen Betrieb auch bei niedrigen Außentemperaturen.

Neben der regelmäßigen Wartung – wie der Reinigung des Lüfterfilters und des Verdampfers – ist es ebenso wichtig, optimale Betriebsbedingungen für den Entfeuchter sicherzustellen.
Dazu gehört vor allem eine ausreichende Belüftung der Schwimmhalle.

Warum sollte die Schwimmhalle belüftet werden?

Da das Poolwasser durch Mikroorganismen verunreinigt wird, die von den Badegästen eingetragen werden, muss es desinfiziert werden.
Das am häufigsten verwendete Desinfektionsmittel ist Chlor oder dessen „Alternative“ – die Salzelektrolyse.
Bei der Dosierung oder elektrolytischen Erzeugung entsteht freies Chlor, das die stärkste Desinfektionswirkung besitzt.

Reagiert freies Chlor mit organischen Verunreinigungen, insbesondere solchen, die Stickstoff enthalten (z. B. Schweiß, Urin), bildet sich gebundenes Chlor.
Eines seiner Nebenprodukte ist Stickstofftrichlorid (Trichloramin) – neben Monochloramin und Dichloramin.
Trichloramin ist ein gasförmiger Stoff, der sich aufgrund seiner schlechten Wasserlöslichkeit ähnlich wie Wasserdampf aus der Wasseroberfläche löst und sich in der umgebenden Luft anreichert.

Mit Trichloramin gesättigte Luft in einem unbelüfteten Raum ist äußerst schädlich – nicht nur für lebende Organismen, sondern auch für sämtliche Materialien und technische Komponenten in diesem geschlossenen Bereich.
Eine solche Atmosphäre ist hochgradig aggressiv und kann zu einer schnellen Schädigung sowohl der Schwimmbadtechnik als auch der baulichen Strukturen führen.

Warum ist das wichtig?

In Schwimmhallen, in denen ein Entfeuchter installiert ist, muss ein regelmäßiger Luftaustausch gewährleistet sein.
Wird die Luft nicht häufig genug erneuert, steigt die Konzentration von Trichloraminen in der Atmosphäre.
Diese Dämpfe setzen sich anschließend im Inneren des Entfeuchters sowie auf der gesamten umliegenden Technik ab.

Innerhalb kurzer Zeit kann dies zu irreversiblen Schäden an allen Geräten führen – einschließlich Korrosion metallischer Komponenten und sogar der Zerstörung nichtmetallischer Materialien.

Sorgen Sie daher stets für einen ausreichenden Luftaustausch in der Schwimmhalle –
nicht nur, um die lange Lebensdauer und zuverlässige Funktion des Entfeuchters (und aller angrenzenden Geräte) zu gewährleisten,
sondern auch, um die Gesundheit und Sicherheit der Poolnutzer zu schützen.